In Kürze erscheint:

Ein neu entdeckter Roman von Erich Knauf (1895–1944)

»Donner über der Adria« von Erich Knauf ist 1932 in einer Zeitschrift erschienen, wird aber nun erstmals in Buchform veröffentlicht. Knauf war ein prominenter Kulturschaffender der Weimarer Zeit, der u.a. als Schriftsteller und Schlagertexter wirkte (z.B. schrieb er etliche bis heute bekannte Hits aus Heinz-Rühmann-Filmen). Wegen einiger Witzeleien über Nazi-Größen wurde Knauf denunziert, daraufhin vor dem Volksgerichtshof angeklagt und zum Tode verurteilt. Sein enger Freund Erich Kästner veröffentlichte nach dem Krieg einen Artikel, in dem es um die Rechnung geht, die Knaufs Witwe über die Hinrichtung ihres Mannes erhalten hatte. Der Roman handelt von den Ereignissen des Ersten Weltkriegs im Mittelmeer aus der Perspektive eines einfachen Matrosen. Das Buch enthält ein Nachwort, eine Biografie Knaufs und eine Reportage von Egon Erwin Kisch über genau die Ereignisse, die auch im Roman vorkommen.


Empfehlungen:

Daniel Müller-Jentsch (Hrsg.): Emanuel Gyger und Arnold Klopfenstein. Pioniere der Skifotografie

Die Schweizer Emanuel Gyger (1886–1951) und Arnold Klopfenstein (1896–1961) schufen in den 1920er und 1930er Jahren Skifahrerfotos, die für ihre Zeit einzigartig und wegweisend waren. Unberührte Schneelandschaften, ein virtuoses Spiel mit Licht und Schatten, Pulverschneewolken, dazu eine ausgefeilte Bildkomposition und ein atemberaubendes Gespür für den richtigen Augenblick, das sind einige der Merkmale dieser Bilder. Die Bilder zelebrieren den Traum vermutlich jedes Skifahrers.

Erstmals seit seiner Entstehung vor fast 100 Jahren wird das Werk der beiden Pioniere der Skifotografie Gyger und Klopfenstein nun in einem Fotoband präsentiert.


Frank Matthus: Drei Stücke

Ellernklipp – Effi in der Unterwelt – Prinz Heinrich inszeniert eine Oper

Mit einem Vorwort von Knut Elstermann

In diesem Buch sind Texte versammelt, die Frank Matthus für die Bühne bearbeitet bzw. neu geschrieben und die er in Netzeband, Neuruppin und Rheinsberg inszeniert hat. »Ellernklipp« ist nach einer Novelle von Theodor Fontane entstanden, in »Effi in der Unterwelt« treten alle Frauenfiguren Fontanes und deren nichtsnutzige Männer in einer höllischen Revue auf; und »Prinz Heinrich inszeniert eine Oper« erinnert an eine historische Figur, die stets im Schatten des berühmten Bruders, Friedrichs des Großen, gestanden hat.

Knut Elstermann schreibt in seinem Vorwort: »In der Erinnerung eines großen Publikums sind Matthus’ Stücke durch saisonale, spektakuläre Aufführungen mit ihren Spielorten vollkommen verschmolzen. Nun endlich können sie hier in gedruckter Form – jenseits der erfolgreichen Inszenierungen bei den Fontane-Festspielen in Neuruppin, beim Kammeroper-Festival in Rheinsberg und dem Theatersommer in Netzeband – ihr Eigenleben erweisen. Vielleicht wird erst außerhalb der aufsehenerregenden Präsentationen im Amphitheater oder in nächtlichen Gartenlandschaften deutlich, wie kunstvoll diese Texte gearbeitet sind, wie klug Matthus mit den tradierten Motiven, mit der adaptierten Literatur, mit dem historischen Personal spielt.«


Nils Thorsten Fieseler: Tarzan 3.0

Tarzan 3.0 ist eine wilde Science-Fiction-Geschichte mit einer Hauptfigur, die überaus frech, respektlos, machohaft, zugleich selbstironisch und sehr komisch ist. Spannende Unterhaltung, ein großer Spaß!

Stimmen zu diesem Buch:

»Die Macht stark in diesem Tarzan ist.« (Yoda)

»Meeiinn Buchchch!« (Gollum)

»Niiiemand hat die Absicht, dieses Buch zu lesen.« (W. U., Staatsratsvorsitzender eines fernen Landes)


Joseph Conrad: Taifun

in neuer Übersetzung

Conrad entführt uns in seiner großen, großartigen Erzählung auf eine mitreißende, abenteuerliche Reise ins Südchinesische Meer. Es schaukelt auf dieser Schiffsreise derartig, dass man sich beim Lesen festhalten muss!




Torben Moorsson: Mord beim Doppelkopf

Beim Spielen von Doppelkopf entstehen Freundschaften. Oder das Gegenteil.
In diesem Krimi wird niemand am Anfang ermordet. Aber vielleicht am Ende, während des Kartenspiels von zwei Frauen und zwei Männern. Drei von ihnen denken an ihre Punkte, einer an seine Pistole.



Torsten Körner: Aus dem Fenster. Ein Friedenauer Saisontagebuch

Die skurrilen, feinsinnigen und manchmal auch alltägliche Beobachtungen, die Torsten Körner aus und mit seinem Fenster macht, gewinnen vielleicht in der Corona-Zeit eine neue Aktualität.





Antje Göhler: Balcke oder Der hypermoderne Prometheus

In diesem Berlinroman dreht sich vieles um Schach. Zeit und Raum sind aus den Fugen geraten, die Hauptfigur Janet hat etwas Geheimnisvolles, auch Unheimliches an sich. Ihre Obsessionen ermöglichen ihr ein abenteuerliches Reisen in der Zeit, bringen sie aber auch an den Rand des Wahnsinns.



Georg Schattney: Argentinisches Roulette

Schattneys Thriller über die internationalen Finanzmärkte nimmt uns mit auf eine Jagd rund um den Globus – von der hektischen Welt des schnellen Geldes ins stille Schatten­reich der mächtigen Finanzinstitutionen. Sie endet schließlich in Buenos Aires, als Argentinien eine Finanzkrise von dramatischen Ausmaßen durchlebt. Durch eine Mordserie spitzt sich die Situation weiter zu.


Sling: Richter und Gerichtete. Gerichtsreportagen aus der Weimarer Republik

Der Fernseh-Mehrteiler »Berlin Babylon« hat vor Kurzem Furore gemacht, und das zu Recht. Es geht darin um spannende Kriminalfälle aus dem Jahr 1929. In eben diesem Jahr 1929 erschien das Buch »Richter und Gerichtete« des Berliner Gerichtsreporters Paul Schlesinger alias Sling. Sling war der berühmteste Gerichtsreporter der Weimarer Republik. In seinen Reportagen, die sich spannend wie ein Krimi lesen,  schildert er die realen Kriminalfälle dieser Zeit.


Julio Camba: Ich tauge nicht zum Deutschen. Beobachtungen eines Spaniers in Deutschland (1912–1914)

Was hätten Heine oder Tucholsky geschrieben, wenn sie als Ausländer im Auftrag einer Zeitung über das wilhelminische Deutschland hätten berichten sollen? Vermutlich ähnliche Texte wie die, die Julio Camba zwischen 1912 und 1914 für zwei spanische Tageszeitungen tatsächlich geschrieben hat: pointierte, scharfsichtige und äußerst komische Beobachtungen all der merkwürdigen Eigenheiten und Gewohnheiten der Menschen im Deutschland dieser Zeit, die nun erstmals in deutscher Sprache vorliegen.


August Endell: Die Schönheit der großen Stadt

Das kleine Buch des Architekten und Philosophen August Endell aus dem Jahr 1908 lädt ein zum Schauen, zum Flanieren, zu einem ästhetischen Blick auf die Stadt.
»Denn das ist das Erstaunliche, dass die große Stadt trotz aller hässlichen Gebäude, trotz des Lärmes, trotz allem, was man an ihr tadeln kann, dem, der sehen will, ein Wunder ist an Schönheit und Poesie, ein Märchen, bunter, farbiger, vielgestaltiger als irgendeines, das je ein Dichter erzählte.«


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